Resilienz und Security

Ziel ist es, ein resilientes und sicheres 6G-System, das Angriffe und Unwägbarkeiten (Ausfälle, Überlast, etc.) erkennt, flexibel absorbiert, sich zeitnah und nachhaltig erholt oder beeinträchtigte Funktionalität durch Wandlung kompensiert. Hierzu wird ein neuartiger, ganzheitlicher Resilience-by-Design und Security-by-Design Ansatz verfolgt, bei dem Resilienz und Sicherheit (inkl. Privatheit, mit Schwerpunkt auf Verfügbarkeit) von Beginn an beim Systementwurf mit einbezogen und als Kernbestandteil in 6G-Systeme integriert werden. Die neuen Resilienz- und Sicherheitslösungen für 6G werden auf allen relevanten Systemebenen entwickelt:

  1. Technologie und Hardware,
  2. 6G-RAN/Edge und
  3. 6G-Core/Cloud.

Deren Zusammenwirken wird unter Berücksichtigung der Device/RAN/Edge/Core/Cloud-Konvergenz sowie von 6G-Apps in holistischer und Ende-zu-Ende (E2E) Betrachtung optimiert.

Die Lösungen umfassen jeweils:

  1. “Self-Awareness”, die sicherstellt, dass Anomalien, Fehlverhalten, Angriffe etc. selbständig und automatisch erkannt werden,
  2. Selbst-Rekonfigurationsfähigkeit, die eine schnelle und agile, reaktive oder proaktive Adaption zur Optimierung und Heilung ermöglicht, sowie
  3. Selbst-Schutzmechanismen, die antizipatorisch Angriffen und einer drohenden Beeinträchtigung der Resilienz vorbeugen. Weiterhin wird
  4. Kryptoagilität verfolgt, also der Entwurf einer Sicherheitsarchitektur für die Kopplung von “klassischen” Kryptoverfahren, Quantum Key Distribution (QKD) und PostQuantum-Crypto zur Erreichung eines durchgängigen Mindestsicherheitsniveaus für den Einsatz von Krypto in 6G.

Für Resilienz und Sicherheit sind Softwarisierung, Programmierbarkeit und KI einerseits Teil der Lösung, da diese die notwendige Rekonfigurierbarkeit, Modularität, Agilität, Elastizität sowie Verlagerung und Modifikation von Funktionalitäten erst ermöglichen, und stellen andererseits neuartige Herausforderungen.